Sonntag, September 18, 2005

patricks kleiner tokyo-ratgeber: teil 1 baeder und ubahnen

da ich grad aus dem heute ziemlich hoch temperierten aussenbecken aus feldsteinen komme, dachte ich, mach doch mal einen kleinen exkurs zum thema.
das badehaus hier in der pension funktioniert so, man geht rein (schuhe bleiben natuerlich draussen!), seift sich maechtig dolle ein, duscht alle seifenreste gruendlich ab (superwichtig!) und darf sich dann zur entspannung in das grosse becken (wahlweise innen oder aussen) setzen. am ersten abend hatten wir noch badehosen mit, was von den anwesenden japanern mit keiner miene kommentiert wurde (wie so ziemlich alles, was die auslaender hier veranstalten) aber um die guten beziehungen zwischen den laendern bemueht, haben wir an den folgeabenden auf badetrachten verzichtet (fuer mich ein bitterer verlust, wo meine neuen badeshorts doch ein wunder an farbenfreude sind). dafuer ist die erfahrung, unter den sternen im aussenbecken zu liegen, doch recht toll.
und jetzt ganz was anderes: ubahnen und zuege. davon gibt es einige, leider auch von unterschiedlichen betreibern. man zahlt grundsaetzlich vor der fahrt und beim zielbahnhof wird beim rausgehen an der schranke geprueft, ob die summe gereicht hat, falls nicht: nachbezahlen.
der vorteil ist, das man einfach zurueckfahren kann, wenn man sich verfahren hat, ohne das es was kostet. es gibt auch pauschalkarten (1000, 3000, 5000 yen), die kann man einfach abfahren, bis sie leer sind. cool ist auch die suica-card (in den anfangstagen von uns wegen frust und unverstaendnis auch gern suizid-card genannt), die ist wie ne kreditkarte und kann am automaten immer wieder aufgeladen werden. das nur so kurz vorm schlafengehen....