Dienstag, September 20, 2005

regen in shibuya (der tag an dem gar nichts passierte)

heut morgen sind wir nach kamakura aufgebrochen, was ein kuesten- und badeort ist. das wetter war recht diesig und die saison trotz hoher temperatur schon zu ende, viele laeden & cafes hatten schon zu und der strand war auch eher grau und fuer japanische verhaeltnisse ziemlich vermuellt.
wir sind ne ganze weile rumgelaufen, aber vie besser wurde es nicht. mit der zeit merkte ich dann auch, das in mir wieder der brummige einsiedlerkrebs hochkam, will sagen, zu viel gesellschaft vertrag ich ja nicht (was aber nix neues ist).
also haben wir uns am strand getrennt, daniel wollte noch ein platz zum schwimmen suchen, das war das letzte, was ich von ihm sah... (dont call me thomas ripley) ich bin dann zu fuss wieder nach kamakura und von da aus durchgefahren bis shibuya. in shibuya war es dann schon ziemlich daemmrig und zu regnen fing es auch an, was aber nicht weiter stoert, wenn das einzige wasserempfindliche utensil am koerper ein taschenbuch von stephen king ist. und so zog ich dann durch die strassen, die leuchtreklamen spiegelten sich dramatisch auf dem asphalt
und der ipod hat auch durchgehalten. war von daher also ganz beruhigend, erstaunlicherweise haben es die japaner gar nicht mit regen, bei den ersten tropfen, haben die schon alle ihre schirme bei der hand.
und wem das halloween spektakel in deutschland auf den zahn geht, der sollte sich mal hier umschauen, scheinbar hat der einzelhandel diesen "feiertag" auch hier als allheilmittel entdeckt, ganze kaufhaeuser sind komplett im grusel-look designt.
toll in shibuya sind auch die riesenkreuzungen, wo alle fussgaenger gleichzeitig gruen haben, so dass man auch einfach kreuz & quer ueber die ampel kann. in akihabara sind nachmittags die grossen einkaufsstrassen komplett gesperrt, was erst irritiert, dann aber so eine art 1.mai-feeling verbreitet.


fotos gibts heut nur langweiliges,
zum einen shibuya in besagtem regen,
zum anderen ein denkmal, das japanische
aerzte nach dem tod von robert koch errichtet
haben, der stand wohl sehr gerne an
dieser stelle in kamakura und
schaute uebers meer...





... nachdem sich Patrick und ich getrennt haben bin ich noch ein Weilchen am Kamakura Beach langeschlendert bevor ich mir ein Plaetzchen zum Baden gesucht hab. Das Wetter war heute zwar diesig, aber nachdem wir in den letzten Tagen immer im eigenen Schweiss gebadet haben war das kuehle Nass ganz angenehm. Dummerweise ist mir dabei irgendwas mit Nesseln oder so ueber den Fuss gelaufen - allerdings kann der Fuss wohl dranbleiben.
Kamakura Beach ist uebrigens auch ein recht beliebter Ort bei Surfern, in Anbetracht der Flaute heute haben sich aber nur wenige Individuen dieser Spezies im Wasser rumgetrieben. Ansonsten findet man dort auch interessante Sachen die man hierzulande nicht finden wuerde (siehe zweites Bild).

However, nachdem es dann zu nieseln begann fuehrte mich mein Weg nach Enoshima, einer kleinen Insel die als Hafen dient und durch eine Bruecke mit dem Festland verbunden ist. Auf der Insel gabs dann tolle Schreine und viele japanische Touristen wodurch ich auch an diesem Ort als Fotograph fuer japanische Gruppenfotos herhalten musste ...
Auf der Meerseite der Insel befindet sich eine Steilkueste mit vom Wasser ausgespuehlten Hoehlen, jedoch waren diese selbst fuer japanische Verhaeltnisse ziemlich klein, so dass man die meiste Zeit gebueckt laufen musste. Nachdem ich dann eine Weile zugesehen habe wie die einlaufende Flut die Felsen zurueckerobert hat bin ich dann wieder zum Hotel gefahren wo Patrick schon freudig auf meine Ankunft wartete...
(schliesslich hatte ich den Zimmerschluessel)