extreme hakone-freepassing
Da wir heute um 0700 'ne Reservierung für das Bad in unserer Unterkunft hatten sind wir ausnahmsweise einmal früh aufgestanden. Während wir ja aufgrund des Vortages mit Nebel, Sturm und Regen das schlimste erwartet hatten, waren wir doch positiv überrascht, als sich beim Ausblick aus unserem Zimmer der blaue Himmel zeigte. Da die Devise für heute hieß den 4130-Yen-Hakone-Freepass abzufahren haben wir uns, bevor wir abgereist sind, nochmal raussuchen lassen, mit welchem Bus man zur 5th station des Mt. Fuji hochfahren kann.
Diesen Plan haben wir ca. 10 Minuten später verworfen, als wir die entsprechende Bushaltestelle nicht gefunden haben. Stattdessen sind wir erstmal nach Togendai gefahren, einem Ort der direkt am Lake Ashi liegt. Vom See aus hat man einen schönen Blick auf den Mt. Fuji - zumindest wenn er sich nicht wie in unserem Fall in Wolken verhüllt hätte. Da das Ganze in unserem Freepass enthalten war, haben wir dann den restlichen Vormittag mit einer Rundfahrt über den See verbracht. Das Schiff - das im übrigen eine an Authenzität nicht zu übertreffende Nachbildung eines Piratenschiffes war - war hauptsächlich von Japanern bevölkert, die hier wohl ihren Jahresurlaub verbrachten. Und obwohl auch die ein oder andere Wolke am Himmel war, hat die Sonne - wie sich später herausstellten sollte - doch ausgereicht um uns einen kleinen Sonnenbrand zu verpassen.
Nachdem wir Leichtmatrosen wieder festen Boden unter den Füßen hatten, hat es uns erstmal etwas in die Berge gezogen und so sind wir mit dem Shuttle-Bus zur Ubako Station gefahren, einer Seilbahn-Station am Mt. Kanmurigatake. Überall am Berghang gibt es aufgrund vulkanischer Aktivitäten heiße, schwefelhaltige Quellen, was sich auch durch den fauligen Geruch am Berg bemerkbar machte. Diese Quellen werden dazu benutzt um darin Eier zu kochen, die sich währenddessen aufgrund des Schwefelgehalts schwarz färben. Angeblich soll man durch den Verzehr dieser schwarzen Eier 7 Jahre länger leben, aber da es diese nur im Sechserpack gab, Patrick keine hardgekochten Eier mochte und ich allein auch nicht 6 hardgekochte Eier auf einmal essen wollte, haben wir das mit dem länger leben erstmal sein gelassen.
Stattdessen sind wir mit der Seilbahn weitergefahren und haben uns anschließend mit 'Cablecar' und Eisenbahn bis Tonosawa durchgeschlagen. War alles sehr idyllisch und hat brücken- und tunnelmäßig etwas an eine Eisenbahnplatte erinnert. Neben einer Menge Natur (siehe Gottesanbeterin) gibt in Tonosawa die Himeshara Hot Springs - ein klassisches japanisches Bad ("Onsen"), in dem wir uns zunächst mal von den anstrengenden Seilbahn- und Cablecar-Fahrten erholt haben.Das hat solange gedauert, dass sich der Tag auch wieder langsam dem Ende neigte und somit sind wir dann, mit all der Erholung und den in digitalen Bildern gebannten Impressionen im Gepäck, zurück nach Tokio gefahren um euch an dieser Stelle Bericht erstatten zu können. (Auf der Rückfahrt hätte Patrick beinahe noch das Tokioter U-Bahn-Netz zum Erliegen gebracht, indem er seine Fahrkarte ins falsche Loch des Ticket-Gates gesteckt hat - aber ein fleißiger Bahnmitarbeiter war sofort zur Stelle). Morgen stürzen wir uns dann wieder in den Großstadt-Djungel.



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