tag 1: luxuswohnung
soweit, sogut. der Flug war voellig in ordnung. In london-heathrow wurden alle passagiere in einen grösseren raum "getrieben" und dann gings nochmal durch metalldetektorsperren, im gegensatz zu tegel auch komplett mit schuhe ausziehen usw.
die ganze tour de antiterrorism dauerte so lange, das unser anschlussflug eigentlich schon weg war. nach einem hektischen run quer durch den flughafen (übrigens ein ziemlich angegangenes versumpfte-teppich-resident evil-ambiente) stellte sich dann doch raus, das wir wohl die zeitverschiebung nicht mitgerechnet hatten und dann war doch noch "plenty of time" (wie uns ein flughafenmitarbeiter schon vorher versicherte, wir aber in unserer panik als blanken hohn vernommen hatten).
der restliche flug war auch ok, platz war wenig, ich hab dann kaum geschlaffen und mich stattdessen mit cineastischen highlights wie "last samurai" auf japan vorbereitet.
bei der ankunft hat es standesgemäss wieder geregnet, wir haben dann flink geld getauscht (da kann daniel noch ne tolle lektion über japanischen service halten) und dann gings flink mit bus zum treffpunkt mit tobi, der dann auch prompt erschien (ganz im gegenteil zu all den horrorversionen in meinem kopf). dann kam auch taro, der uns zu unserer luxeriösen unterkunft brachte, da lass ich mal die bilder sprechen, alles hier ist so der hammer, nur die diversen bedienungspanel bringen uns mit nett klingenden aber trotzdem unverständlichen sprachausgaben durcheinander, warmwasser kriegen wir irgendwie nicht in den griff, ausser im bidet. da bleibt aber noch spielraum. taro konnten wir an der ersten ubahnsperre übrigens völlig rollen, als wir 3 geschlossen unsere suica-karten zückten, vollprofis sag ich da.
wir sind dann erstmal einkaufen gegangen, haben lecker gegessen, entdeckt, das es auf dem balkon dann doch w-lan zum schnorren gibt (drinnen leider nicht) und sind nochmal los, in den spielhallen ein wenig aklimatisieren.
das wars dann eigentlich für heute, so richtig supermüde ist keiner von uns, aber langsam reichts für heute. für morgen steht noch nicht viel auf dem plan, mal ein wenig in akihabara rumschlunzen.
Bevor ich auf den von Patrick angesprochenen japanischen Service eingehe, möchte ich zunächst noch ergänzen, dass die Toilette in unserem Appartment ihren Deckel beim Betreten des Raums selbstständig öffnet und von innen illuminiert ist. Ich denke von diesen technischen Höchstleistungen können sich die deutschen WC-Hersteller ruhig eine Scheibe abschneiden.
Nach dieser weltbewegenen Entdeckung nun die Anekdote zu meiner sonderbaren Erfahrung in Sachen japanischer Service:
Da wir inzwischen voll die Japan-Auskenner sind, haben wir uns entschieden unser Geld diesmal direkt in Narita zu tauschen. Das ist erstaunlicherweise übrigens sogar günstiger als der Umtausch in der Heimat - vorrausgesetzt, dass dabei nichts schief geht.
Also erstmal nach der Ankunft zum ersten "Change" gegangen, Formular ausgefüllt und brav in die Schlange eingereiht. War im Prinzip auch 'ne super Gelegenheit dem Mann die ganzen 5-Euro-Scheine in die Hand zu drücken, die mir der Automat am Vortag noch ausgespuckt hatte. However - der Mann war eigentlich ziemlich gründlich bei seiner Arbeit, hat alle Scheine mit merkwürdingen Knick-Markierungen versehen und zur Sicherheit alles zweimal gezählt. Was er allerdings übersehen hatte war, dass es sich nicht um Dollar sondern um Euro handelte - ein Fauxpass der mir zunächst nicht aufgefallen war. In Deutschland hätte man jetzt wohl Pech gehabt.
Später am Tag erfuhr ich dann von unserem Gastgeber Taro, dass dieser schon seit dem Vormittag von panischen Bankangestellten telefon-terrorisiert wurde (ich hatte seine Telefonnummer auf oben erwähntem Formular angegeben). Naja - dumm gelaufen dacht ich, aber die Japaner lassen sich da auch nicht lumpen. Nachdem ich mit Patrick abends ausm Supermarkt zurückgeschlendert kam, wartete im Forier unseres Luxusapartments schon ein japanischer Bankangestellter um mir mit tausenden von Verbeugungen und Entschuldigen den Fehlbetrag zu überreichen. Und nicht nur das: als kleine Wiedergutmachung gabs auch noch zwei Kisten Baumkuchen aus dem Airport Shop. Fünf Minuten später ruft mich über Taros Telefon nochmal ein weiterer Bankangestellter an um mich mit weiteren Entschuldigungen und Bekundungen des Bedauerns zu überhäufen. Da bekommt man fast schon ein schlechtes Gewissen.
Also mein Insider-Tip: wenn ihr mal in Japan Geld umtauscht, nicht nachzählen - vielleicht bekommt ihr später einen Baumkuchen.










1 Comments:
na abgesehen davon, WASN DAS FUERN NE GEILE BUTZE?!?!PATTE!!!ich fall tot um!!!naechstes mal will ich im handgepaeck mit!!!
10:07 AM
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